Berufsorientierung hängt eng mit der Lebensplanung zusammen und ist als Prozess anzusehen. Sie ist etwas sehr Individuelles und frühzeitig und bewusst anzugehen. Aus diesem Grund ist der Berufsorientierungstag im Curriculum und Lehrplan für die Schüler ab Klasse 9 in Marienau fest verankert. Referenten, in diesem Jahr überwiegend Altschüler, stellen ihren Beruf bzw. Berufswerdegang vor, so haben die Marienauer die Möglichkeit, sich frühzeitig mit den notwendigen Kriterien und Anforderungen der Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten auseinander-zusetzen. An dem heutigen Vormittag machen alle Referenten eines deutlich: Bei |
der Entscheidungsfindung darf der soziale und persönliche Zusammenhang mit der unmittelbaren Umgebung des Jugendlichen nicht außer Acht gelassen werden. Es geht also nicht nur um Kompetenzerwerb, sondern auch um die Persönlichkeits-entwicklung der Jugendlichen. „Machen Sie etwas, wo Sie Überzeugungstäter sind!Machen Sie Ihren Beruf zum Hobby! Suchen Sie Ihre Berufung! Sammeln Sie Auslandserfahrungen. Diese Erfahrungen verhelfen dazu, dass man sich in einer anderen Welt durchsetzt, nicht nur sprachlich!“ Diese Appelle richteten die Referenten an die Marienauer. Kurzum - immer wieder geht es um die Schlagwörter: |
Internationalität, Kommunikations- und Durchsetzungsfähigkeit sowie Ziel-strebigkeit. An diesem Tag waren u.a. anwesend: ein Diplom-Agraringenieur, der klar machte, dass ein Landwirt mehr leistet, als nur ein paar Felder zu beackern, eine Hebamme, bei der selbst die Jungen große Augen machten, ein Schauspieler, der auch die Schatten-seiten seines Berufs aufzeigte, ein Berufshubschrauberführer, der keine Mühe scheute und mit seinem Hubschrauber anreiste, ein Unternehmens-berater, der dazu aufrief, sich und seinen Beruf stets kritisch zu durchleuchten und eine duale Studentin, die an die Marienauer appellierte, viel körperliche Arbeit neben der Schule zu leisten.
Rana Raslan-Alaoui
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